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3. März 2007

Maine Coon Kater - Kastrat            

Lux kam 2007 als Mädchen zu uns, schnell wurde klar das etwas nicht stimmt, diese Katze hatte etwas zwischen den Beinen, was da nicht hin gehörte.

Ein Besuch beim Tierarzt brachte schnell Aufklärung, Lux ist ein KATER!!!!!

Der Schock saß tief, aber gut, nun hieß es erst mal informieren.

Leider gab es 2007 kaum Infos über bunte Kater, das wenige was wir raus fanden, kam wir übers Internet und ich hatte Kontakt mit einer Züchterin, die auch einen solchen Kater hatte. Wir kamen zu der Erkenntnis das Lux evtl. das Klinefelter Syndrom (ein Gendefekt  XXY) oder das Mosaik Syndrom (z.B, Trisomie 18) hat.

Wir besaßen damals einen potenten Kater und um die Harmonie in der Gruppe zu erhalten, wurde Lux am 12.10.2008 Kastriert.  Leider konnten wir nur einen Hoden entfernen, der zweite war nicht abgestiegen und da der Bub etwas Probleme mit der Narkose hatte, musste die Suche abgebrochen werden.  

Zwei Tage brauchte Lux um wieder wach zu werden, er hatte schwer zu kämpfen.

Die Jahre vergingen und ich schob die OP, um den zweiten Hoden zu suchen immer vor mir her. Lux ging es nicht schlecht, er kümmerte sich teilweise liebevoll um unseren Nachwuchs, versuchte rollige Katzen zu decken, bot sich aber auch unserem Kater an. Dabei blieb er von der Statur her immer ein Mädel.

Letztes Jahr im Sommer 2014, Lux war mittlerweile schon 7Jahre, begann er überall hin zu pieseln. Wir dachten gleich an eine Blasenentzündung bzw eine Nierenkrankheit, wäre ja im Zusammenhang mit seinem Gendefekt kein Wunder. Er bekam, nach eine Antibiogramm  Antibiotika , es war dann mal eine Zeitlang gut. Parallel behandeltet ich ihn noch mit D-Manose und Nierentropfen. Aber so richtig wollte die Entzündung nicht weg gehen, er pieselte immer wieder, trotz Schmerzmittel vor Schmerzen, überall hin.

Im Januar 2015 ging es dem Buben immer schlechter. Mir fiel auf das sich über der Härnröhre, am Bauch, eine Schwellunggebildet hat, ich tippte auf Prostata. Wir haben ein geröngt, auf demBild sahen wir nichts ungeöhnliches und  , auf dem Ultraschallbild meinte meine Tierärztin noch, wenn es ein Mädel wäre, würde ich sagen er hat eine Pyo. Aber………............... ;-) Wir kamen überein das irgendetwas nicht stimmte, evtl. Ein Milztumor, und wir machten einen OP-Termin aus.

Zwei Tage später, am 14, Januar, ging es Lux so schlecht das wir die OP vorziehen mussten. Ich gab meinen Schatz mit der Gewissheit ab, das ich ihn wahrscheinlich nicht mehr wieder bekommen würde. Aber als die OP länger als 2 Stunden dauerte, hatte ich Hoffnung.

Meine Tierärztinnen schauten nicht schlecht, als sie den Bauch eröffneten. Ihnen kam, eine mit Eiter gefüllte, Gebärmutter entgegen. Ein Gebärmutterhorn hat sich samt Hoden durch den Leistenspalt in den Hodensack geschoben, am Ende des anderen Gebärmutterhorns hing ein Eierstock.

 

Lux steckte die Op einigermaßen gut weg, jedoch musste er 2 Tage später noch mal unter das Messer, das Nahtmaterial löste sich auf. Auch die Narkose steckte es gut weg und langsam realisierte ich, das für unseren Buben die Zeit noch nicht gekommen war.

 

Tag für Tag wurde er immer kräftiger und sah immer besser aus.

Heute sind aus den ehemals 4,4kg, bei der OP, 6,8kg geworden und das ES feierte seinen 10ten Geburtstag.

Was er nun tatsächlich ist, wird sein Geheimnis bleiben, wir können nur mutmaßen. Aber das wichtigste ist das es ihm gut geht und er nun ein ruhiges echtes Kastratenleben genießen kann.